Kind schwimmt im Lehrschwimmbecken ©Unfallkasse NRW
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Kippwende - Brustschwimmen

Die Qualität eines sicheren und attraktiven Schwimmunterrichts ist abhängig von der Fachkunde der Lehrkräfte und von den eingesetzten Unterrichtsmate­rialien. Die be­reit­ge­stell­ten Unterrichtshilfen bestehen aus einer Erläuterung und Be­schreibung der Schwimmtechnik mit Lehrvideos sowie Film- und Text­informa­tionen zur Methodik.

Zusätzlich liegen Arbeitskarten, Beobachtungs- und Korrekturhilfen vor.

Technik


Die Struktur und der Bewegungsablauf der Kippwenden sind für alle vier Sportschwimmarten identisch. Lediglich das Anschwimmen und der Anschlag mit einer oder mit beiden Händen an die Wendewand sowie der Übergang in die Schwimmlage geschehen entsprechend der Schwimmart und unterliegen den Wettkampfbestimmungen des Reglements.

Bei den Gleichzugschwimmarten Brust- und Delfinschwimmen muss zunächst mit zwei Händen gleichzeitig angeschlagen werden, erst dann darf der Schwimmer sich auf die Seite drehen, indem er einen Anschlagarm schnell wegzieht und ihn in die neue Richtung schiebt.

Das Kippen um die Tiefenachse wird durch einen kräftigen Abdruck des zweiten Anschlagarmes von der Wendewand unterstützt.


Erläuterungen

Bei den Kippwenden:

  • berührt man mit beiden Händen die Beckenwand
  • erfolgt die Richtungsänderung des Körpers durch Kippen des Körpers um die Körpertiefenachse
  • schwingen die Füße mit angehockten Beinen unterhalb der Hüfte zur Wende-/Abstoßwand
  • bleibt der Kopf während der Richtungsänderung zunächst über der Wasseroberfläche.
  • Körper und Kopf sinken während des Kippens und vor dem Abstoß von der Wand unter die Wasseroberfläche ab. Beide Hände werden unter Wasser nach vorne gestreckt (Schultern vorschieben). Erst dann erfolgt der kräftige Abstoß in Seitenlage.
  • Während des Gleitens dreht der Körper in die Schwimmlage (leichte Schraube)

Methodik


Nach dem Vereinfachungsprinzip wird der komplexe Bewegungsablauf der Wenden zunächst auf einfache Teilbewegungen wie Abstoß von der Wendewand, Kippen/Drehen um die Tiefenachse oder Rollen um die Breiten- oder Längsachse reduziert.

Durch die allmähliche Hinzunahme bzw. die Verbindung von Bewegungsteilen, z. B. Angleiten oder Übergang in die Schwimmbewegung wird schließlich das Lernziel „Anschwimmen, Wende und Übergang in die Schwimmbewegung“ erreicht.

Übungsbeispiele
Wie kann man Kippwenden schnell und sicher lernen?


Abstoßen und Gleiten

Kippbewegung im freien Wasser

Kippbewegung an der Wand

Das Lernziel kann schneller und sicherer erreicht werden, wenn bestimmte Lernvoraussetzungen vorliegen, indem einige Grundfertigkeiten und Technikelemente, die Bestandteil der Kippwenden sind, bereits vorher erworben worden sind.

Hierzu zählen u. a.:

  • das Gleiten in Bauchlage, Rückenlage und Seitlage
  • das Abstoßen von der Wand in Bauchlage, Rückenlage und Seitlage
  • das Untertauchen vor dem Abstoßen
  • das Kippen mit angehockten Beinen um die Körpertiefenachse
Kippwende Brust

  • Zunächst stehtiefes Wasser wählen
  • Viel Platz zum Üben lassen und eine gemeinsame Übungsrichtung wählen
  • Das Kippen um die Körperachse losgelöst von der Gesamtbewegung üben
  • Das Abstoßen von der Becken-/Wendewand in Bauchlage, Rückenlage und Seitlage üben
  • Zunächst aus kurzer Entfernung zur Wendewand vom Beckenboden abstoßen, zur Wand hingleiten und die Wende ausführen
  • Zielübung in der Abfolge
    • kurzes Anschwimmen und Anschlagen mit der rechten Hand oder mit der linken Hand oder mit beiden Händen (Brustschwimmen)
    • Richtungswechsel und abtauchen
    • Abstoßen und gleiten
    • Übergang zum Schwimmen

Arbeitskarten helfen bei der Beschreibung von Techniken. Sie eignen sich gemeinsam mit den Beobachtungs- und Korrekturhilfen hervorragend als visuelles Mittel für die Unterrichtsplanung, -analyse und unterstützen den Technikerwerb von Schülerinnen und Schülern.

Arbeitskarte Brust - Kippwende

Die Beobachtungshilfen können sowohl von Lehrkräften als auch von Schülerinnen und Schülern unterrichtlich eingesetzt werden.

Beobachtungshilfe Brust - Kippwende

Die Korrekturhilfen dienen der Verbesserung der Schwimmtechnik. In den aufgeführten Übungsbeispielen werden Hinweise zur Technikverbesserung und zum Abbau häufiger Fehler aufgeführt.

Unfunktionelles Abtauchen und Drehen, Ungünstiges Anschwimmen, Ungünstige Drehung nach dem Anschlag