Die Qualität eines sicheren und attraktiven Schwimmunterrichts ist abhängig von der Fachkunde der Lehrkräfte und von den eingesetzten Unterrichtsmaterialien. Die bereitgestellten Unterrichtshilfen bestehen aus einer Erläuterung und Beschreibung der Schwimmtechnik mit Lehrvideos sowie Film- und Textinformationen zur Methodik.
Zusätzlich liegen Arbeitskarten, Beobachtungs- und Korrekturhilfen vor.
Technik
Informationen zum Startsprung
Der Startsprung beim Schwimmen kann durch unterschiedliche Starttechniken mit folgenden Gemeinsamkeiten ausgeführt werden:
- Nach dem Startsignal wird der Körper nach vorne verlagert, die Zehen umgreifen die Vorderkante des Startblocks und die Beine werden im Kniegelenk gebeugt.
- Beim Startsignal werden die Arme nach vorne geschwungen und die Beine gestreckt.
- In der Flugphase, die mit gestrecktem Körper erfolgt, wird durch die Absenken des Kopfes die Eintauchphase eingeleitet, die in einem Winkel von 10-20° zur Wasseroberfläche erfolgt.
- Eine flache Flugkurve bedeutet ein frühes und flaches Eintauchen mit einer entsprechend hoher Bremswirkung. Eine hohe Flugkurve ergibt ein steileres Eintauchen.
Beschreibung der Technik
- Einnehmen der Startstellung:
- Die Zehen greifen um die Blockkante,
- Der Körper ist vorgebeugt,
- Der Körperschwerpunkt (KSP) liegt senkrecht über den Fußsohlen,
- Schultern und Hände zeigen zur Wasserfläche.
- Ausholbewegung der Arme und vorkippen in die Absprungposition.
- Das schnellkräftige Wegstrecken wird vom Vorschwingen der Arme begleitet.
- Der Stopp der Arme erfolgt zeitgleich mit dem Abdruck der Füße vom Block.
- Fingerspitzen zeigen zum Eintauchpunkt, Kopf liegt zwischen den Armen.
- Eintauchen, Gleiten und Übergang zum Schwimmen.
Erläuterungen zur Technik
Charakteristische Phasen des Startsprunges mit den entsprechenden Steuermöglichkeiten:
| Ausgangs- oder Vorbereitungsphase: | Greif- oder Armschwungposition, Fußstellung und Position des KSP |
Absprungphase: | Absprungwinkel |
| Flugphase: | KSP-Position im Moment des Abdrucks vom Block |
| Eintauch- und Übergangsphase: | Kopfeinsatz |
Methodik
Nach dem Vereinfachungsprinzip wird der komplexe Bewegungsablauf des Startsprunges zunächst auf einen einfachen Flippersprung (Delfinsprung) im Flachwasser reduziert.
Durch die stufenweise Erhöhung der Absprungfläche beim Blockstart und allmähliche Hinzunahme von weiteren Bewegungsteilen, z. B. der spezifischen Armbewegungen, wird schließlich das Lernziel „Startsprung mit Übergang in die Schwimmbewegung“ erreicht.
Übungsbeispiele
- Zunächst Übungen aus niedriger Absprunghöhe ohne Armschwung
- Die Absprunghöhe wird nach und nach erhöht
- Körperstreckung und Kopfsteuerung können durch Delfinsprünge im Flachwasser geübt werden
- Bewegungsabfolge: Kippen – strecken – Kopfsteuerung, z. B.
- aus dem Sitz vom Beckenrand springen
(Füße stützen sich auf die Überlaufrinne) - aus der „tiefen Hocke“ von der Beckenkante aus springen
- aus der „halbhohen Hocke“ von der Beckenkante aus springen
- Flippersprünge von der Beckenkante aus
- aus dem Sitz vom Beckenrand springen
- Strecksprünge an Land
- Standweitsprünge vom Block
(kräftiger Armschwung - fußwärtig eintauchen) - Armschwung bzw. Greifbewegung erst später zuschalten
- Das frühe Abstoppen der Arme üben
(Hände/Finger zeigen zum Eintauchpunkt)
- das Vorkippen oder das Drücken bzw. Ziehen in den Absprungwinkel
- das kräftige Wegstrecken des Körpers bzw. Abdrücken der Füße von der Blockkante gegen Ende des Vorkippens
- der Armschwung und Armstopp zur Unterstützung der Streckbewegung
- das kopfwärtige Eintauchen (Kopfsteuerung – Kopf zur Brust hin beugen)
- das frühzeitige Umlenken im Wasser in die Schwimmrichtung
(Kopfsteuerung – Blick nach vorne und oben, Blick zu den Händen)